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Ländliches Wegenetzkonzept

Ansprechpartner

Gerritz, Björn
Sachgebiet: Stadtplanung
Telefon: 02801/772-237
Zimmer: 312 / Neubau
E-Mail senden an Gerritz, Björn

Im Auftrag der Stadt Xanten erarbeitet ein Projektteam der Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH aus Enger ein ländliches Wegenetzkonzept für den Außenbereich des gesamten Stadtgebietes.

Ländliche Wege unterliegen einer vielfältigen Nutzung und erfüllen somit verschiedene Funktionen und Aufgaben. Ihre Bedeutung hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Längst ist nicht mehr nur landwirtschaftlicher Verkehr im Außenbereich unterwegs. Die Wege erschließen einzelne Wohnhäuser und werden für die wachsendenden Freizeitaktivitäten im Bereich Tourismus von Radfahrern, Wanderern oder Reitern genutzt. Sie dienen auch als Natur- und Landschaftselemente. Ziel des Konzeptes ist es, ein zukunftsfähiges und bedarfsgerechtes Wegenetz zu erhalten, das die Interessen der unterschiedlichen Nutzergruppen berücksichtigt und der Entwicklung des gemeindlichen Freiraumes dient.

Die Erarbeitung des ländlichen Wegenetzkonzeptes erfolgt in zwei Stufen. Zuerst müssen alle Wegeabschnitte erfasst und ihr IST-Zustand analysiert werden. Erst danach kann das SOLL-Konzept in einem mehrstufigen gemeinsamen Abstimmungsprozess mit dem Lenkungskreis entwickelt werden. Der Lenkungskreis setzt sich aus den wesentlichen örtlichen Akteuren zusammen und entscheidet über die Projektergebnisse und das weitere Vorgehen hinsichtlich der Erarbeitung des ländlichen Wegenetzkonzeptes.

Wesentliche Akteure im Lenkungskreis sind:

  • Ortslandwirte, Ortsbauernvorsitzende und Landwirtschaftskammer
  • Forstwirtschaft (Landesbetrieb Wald und Holz / Regionalverband Ruhr)
  • Tourist Information Xanten
  • Naturschutzverbände NABU und BUND
  • ADFC
  • Politische Vertreter
  • Bezirksregierung Düsseldorf –Dezernat 33
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung + DBX

Erfassung und Messung

Im Rahmen der aktuellen Bestandsdatenerfassung wurde die Netzstruktur in den vergangenen Wochen zunächst durch einen Straßenbautechniker fachlich begutachtet. Der IST-Zustand als Ergebnis dieser visuellen Begehung ist hier in drei Plänen (Nord, Zentrum, Süd) veröffentlicht. Darin ist die Einstufung der Wegeabschnitte in die Wegekategorien A bis I farbig differenziert dargestellt.

Der Leitfaden zur Erarbeitung ländlicher Wegekonzepte des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW erläutert die Kategorisierung wie folgt:

Kategorie A = klassifiziertes Straßennetz inkl. Gemeindestraßen; maßgebliches Verkehrsmittel: allgemeiner KFZ-Verkehr

Kategorie B = Multifunktionale Wege, d.h. für den Radverkehr, land- und forstwirtschaftlichen (luf) Verkehr und / oder den eingeschränkten KFZ-Verkehr sowie den Radverkehr; Maßgebliche Funktion: Sicherung kleinräumiger Verbindungen und Erschließung; maßgebliche Verkehrsmittel: Radverkehr, land- und forstwirtschaftlicher Verkehr, Anliegerverkehr; Indizien für diese Kategorie-Einteilung: regelmäßig angefahrene Ziele im Außenbereich, z.B. land- und forstwirtschaftlich Betriebe, öffentliche Ver- und Entsorgungsanlagen, touristische Ziele etc. zusätzlich alle Radrouten/-wege
(Verbindungswege gem. RLW)

Kategorie C = Wege zur Sicherstellung land- und forstwirtschaftlich Verbindungen oder Erschließung ganzer Bewirtschaftungsblöcke; maßgeblicher Verkehr: land- und forstwirtschaftlicher Verkehr (Hauptwirtschaftswege oder Wirtschaftswege gem. RLW)

Kategorie D = Untergeordnete Wege mit Bedeutung für Fußgänger, d.h. Wege, die grundsätzlich der Erschließungssicherung von kleineren Feldblöcken dienen oder dienen könnten und über die regelmäßig Fußgänger laufen oder Wanderrouten; maßgeblicher Verkehr: Fußgänger u. land- und forstwirtschaftlicher Verkehr (Wirtschaftswege gem. RLW)

Kategorie E = Wege mit untergeordneter Erschließungsfunktion, z.B. zu kleineren Feldblöcken für einzelne Anlieger, kein unmittelbares öffentliches Interesse; maßgebliches Verkehrsmittel: land- und forstwirtschaftlicher Verkehr
(Wirtschaftswege gem. RLW)

Kategorie F = Erschließungswege, die Einzelinteressen dienen; alle Verkehrsarten, aber nur in geringer Menge, z.B. Zufahrten zu einzeln gelegenen Wohnhäusern ohne land- und forstwirtschaftliche Bedeutung, Windkraftanlagen, Scheunen etc.

Kategorie G = im Netzzusammenhang weniger wichtige Wege, die ausschließlich der Feinverteilung innerhalb eines Feldblocks dienen oder zur Gewährleistung einer funktionierenden Verbindung bzw. Erschließung von geringer oder keiner Bedeutung sind.

Kategorie H = nicht mehr vorhandene oder genutzte Wege

Kategorie I = reine Fuß-, Reit- bzw. Radwege, die als selbständige Wege für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr nicht nutzbar sind (sonstige Wege gem. RLW)

Bitte beachten Sie, dass die Pläne auf Grund ihrer Dateigröße nicht für eine Nutzung auf mobilen Endgeräten geeignet sind.

Termine der Ortschaftskonferenzen

Aufbauend auf den Anregungen und Hinweisen der Informationsveranstaltung zum ländlichen Wegenetzkonzept wird der Entwurf im Rahmen von Ortschaftskonferenzen weiter konkretisiert.

04.09.2017, 18 Uhr Stadtbezirke Vynen/ Obermörmter/ Marienbaum

Ort: Kath. Teilstandort Marienbaum (Viktor-Schule Xanten),
Emil-Underberg-Straße. 25, 46509 Xanten

06.09.2017, 18 Uhr Stadtbezirke Xanten/ Birten

Rathaus Xanten, Karthaus 2, 46509 Xanten

07.09.2017, 18 Uhr Stadtbezirke Wardt/ Lüttingen

Hagelkreuzschule Lüttingen, Pantaleonstraße 13, 46509 Xanten

Die Pläne liegen vom 08.09.2017 bis zum 22.09.2017 einschließlich im Rathaus der Stadt Xanten, Karthaus 2, beim Fachbereich 6 Stadtplanung, Bauen und Liegenschaften, Sachgebiet Stadtplanung, 3. OG Neubau, während der Dienststunden der Stadtverwaltung (montags bis donnerstags von 8.00 – 16.00 Uhr und freitags 8.00 – 12.00 Uhr) öffentlich aus.

Nachäußerungen können bis zum 22.09.2017 einschließlich vorgebracht werden. Das Feedbackformular zum Soll-Konzept finden Sie hier.

Förderung ländliches Wegenetzkonzept

Die Erstellung des Wegenetzkonzeptes wird gem. den Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung einer integrierten ländlichen Entwicklung sowohl mit EU-Mitteln als auch mit Haushaltsmitteln des Landes und des Bundes gefördert. Die genauen Richtlinien können Sie hier einsehen.

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